Betonfassade der Meisterklasse

Baden-Baden, im September 23 – Besucht man die Firma Reckli GmbH im nordrhein-westfälischen Herne, wird der Blick von einer anthrazitfarbenen Sichtbetonfassade mit außergewöhnlicher Wellenstruktur angezogen: Der weltweit führende Spezialist für individuelle Fassadengestaltung hat den Erweiterungsbau seines Bürogebäudes als Musterfläche ausgeführt. Mit seiner komplexen Fassadenstruktur und den hohen statischen Anforderungen zeigt das Referenzobjekt, wie gut sich ästhetische Gestaltung und innovative Bautechnik ergänzen können. Für den dauerhaft stabilen Halt der frei hängenden Vorsatzschale sowie die thermisch trennende Befestigung mit der Tragschicht kam Schöck Isolink zum Einsatz.

Die notwendige Büroerweiterung nach dem Entwurf des Architektur- und Planungsbüros Schildgen aus Herne nutzte Reckli, um die Wirkung von attraktiven Oberflächenstrukturen am eigenen Neubau zu präsentieren. Während sich das Erdgeschoss mit seiner Glasfassade bewusst unterordnet, dominiert die Sichtbetonfassade der oberen Etage die Optik des zweistöckigen Gebäudes. Das in dunklem Anthrazit eingefärbte, vertikal verlaufende Wellenprofil besticht mit auffälligen, dreidimensionalen Effekten, die aus der ausgeprägten Tiefenstruktur resultieren. Hinter dem ästhetisch sowie bautechnisch perfekten Ergebnis stehen drei Unternehmen: der Bauherr Reckli in seiner Funktion als Hersteller von Strukturmatrizen, das mit der Produktion der Sandwichelemente beauftragte Fertigteilwerk Hering Architectural Concrete sowie der Bauproduktehersteller Schöck mit seinem innovativen Fassadenanker Schöck Isolink.

Schöck Isolink als Lösung für die statischen Anforderungen

Hering betrat mit der Verarbeitung des Schöck Isolink Neuland. Der Spezialist für die Herstellung anspruchsvoller Betonfassaden hatte bislang stets mit herkömmlichen Befestigungssystemen aus Edelstahl gearbeitet. In diesem Fall stellte die komplexe Struktur der Sandwichfassade jedoch besondere Anforderungen, die damit schwierig zu bewältigen waren: Vor- und Rücksprünge, bedingt durch spezifische Anschlusssituationen, führten bei der Vorsatzschale zu unterschiedlichen Stärken von 6,5 bis 10 cm. Das heißt, die Fassadenanker mussten nicht nur entsprechend unterschiedlich dicke Dämmschichten überbrücken, sondern trafen auch auf teils schmale Querschnitte. Für diese Herausforderung war der schlanke Schöck Isolink die überlegene Alternative zu herkömmlichen Lösungen. Denn trotz eines Durchmessers von lediglich 12 mm sind die Isolink Fassadenanker aufgrund des außergewöhnlichen Glasfaserverbundwerkstoffs Combar äußerst zugfest und hoch tragfähig.

Zuverlässiger Halt und einfache Verarbeitung

Bei Sandwichwänden mit frei hängender Vorsatzschale sorgen zwei unterschiedliche Anker für die thermisch trennende Befestigung und den zuverlässigen Halt: der Diagonalanker Isolink Typ C-SD in Verbindung mit dem Horizontalanker Isolink Typ C-SH. Dank Tiefenbegrenzer ist die Verarbeitung denkbar einfach. Nachdem die Vorsatzschale gegossen ist, wird die Wärmedämmung aufgelegt. Anschließend werden die Isolink Stäbe direkt durch die vorgebohrte Dämmung in den Frischbeton eingebaut. Der Tiefenbegrenzer gewährleistet dabei die richtige Einbindelänge in den Beton der Vorsatzschale – eine wichtige Voraussetzung für hochwertige Sichtbetonfassaden mit optisch einwandfreier Oberfläche. Abschließend wird die Tragschicht gegossen.

Reibungslose Performance

Für Jens Geffert, Bereichsleiter Architekturbeton bei Hering Architectural Concrete, waren all das überzeugende Argumente, Schöck Isolink einzusetzen: „Das Projekt stellte aus mehreren Gründen hohe Anforderungen an die Stabilität des Verankerungssystems. Hier sicherzugehen – das war nur mit dem Schöck Isolink zu schaffen.“ Zu den statischen Vorteilen kommen die verarbeitungstechnischen: „Trotz des anspruchsvollen Wandaufbaus war das Handling mit dem Isolink einfach. Der Einbau ging sehr leicht und zeiteffizient vonstatten.“

Obwohl der Einsatz des Isolink ein Novum war, lief alles rund, wie Oliver Kloft, Leiter des Fertigteilwerks, sagt: „Die Zusammenarbeit und Abstimmung mit Schöck war prima. Wir wurden sehr gut unterstützt.“ Ein Mitarbeiter von Schöck hat den Einbau am ersten Tag begleitet und stand für alle Fragen zur Verfügung. Bereits ab dem zweiten Tag wurde die Produktion erfolgreich in Eigenregie durchgeführt. Das Fazit von Oliver Kloft fällt entsprechend positiv aus: „Wir hatten die Abläufe gut im Griff. Auch die Pull-Out Tests (POT), die Schöck zur Qualitätssicherung vorgenommen hat, brachten top Ergebnisse.“ Damit wurden die sehr gute Verarbeitungsqualität im Werk sowie die hervorragende statische Eignung des Schöck Isolink auch bei schmalen Querschnitten nochmals zweifelsfrei bestätigt. Die für die Auszugskräfte zulassungsrelevanten Werte wurden bei den geforderten Proben am Tag eins nach der Herstellung wie auch nach 28 Tagen zuverlässig eingehalten.

Schöck Isolink punktet mit vielen Vorteilen

Jens Geffert freut sich, dass sich der Fassadenanker Isolink gleich beim ersten Einsatz rundum bewährt hat und somit eine Option für künftige Projekte darstellt, die ähnlich herausfordernd sind und daher eine besondere Lösung brauchen. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, bringt es auch Sven Kosjak, Betriebsleiter Formliner bei Reckli, auf den Punkt. Für ihn war das sowieso keine Frage: „Hering ist Vorreiter, wenn es um anspruchsvolle Fassaden geht. Ich war überzeugt, dass sie mit dem Schöck Isolink die richtige Entscheidung treffen. Wir als Bauherr haben insofern profitiert, weil alles reibungslos ablief und wir uns lediglich darum kümmern mussten, die Sondermatrizen rechtzeitig zu liefern.“ Die exklusive Sichtbetonoptik prägt das Gesicht des Gebäudes. Das Referenzobjekt für hochwertige Betonfassaden ist ein Beispiel erster Klasse für gelungene Betonarchitektur im Zusammenspiel mit innovativer Bautechnik.

www.schoeck.com/de/isolink-beton

Schöck Combar

Der von Schöck produzierte Glasfaserverbundwerkstoff Combar punktet mit einzigartigen Materialeigenschaften: Neben seiner Korrosionsresistenz und elektromagnetischer Neutralität ist Combar leicht zerspanbar, verfügt über eine minimale Wärmeleitfähigkeit sowie eine besonders hohe Zugfestigkeit.

Aufgrund dieser vielfältigen Eigenschaften ist Combar in den verschiedensten Anwendungsbereichen die überlegene Alternative zu Stahl: Als Bewehrung wird der Glasfaserverbundwerkstoff im Spezialtiefbau, Forschungsbau oder beim Bau von Energieanlagen eingesetzt. Seine außergewöhnlich geringe Wärmeleitfähigkeit prädestiniert Combar darüber hinaus als Komponente in den Produkten Schöck Isolink, Schöck Isokorb sowie Schöck Sconnex, die in den Bereichen Fassade, Balkon und Stütze beziehungsweise Wand zum Einsatz kommen.

 

Bautafel

Bauherr: Reckli GmbH, 44628 Herne
Verarbeitung: Hering Architectural Concrete, 57299 Burbach
Architektur: Architektur- und Planungsbüro Schildgen, 44653 Herne
Produkt: Schöck Isolink Typ C-SH und Typ C-SD

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