Baden-Baden, Halle (Saale)

Mit Spenden etwas bewegen

Die Schöck Bauteile GmbH, ein Bauproduktehersteller mit Hauptsitz in Baden-Baden, hat es sich zur Tradition gemacht, zu spenden anstatt Weihnachts-Grußkarten zu versenden. Die Vorschläge für die Spendenempfänger stammen aus den Reihen der Mitarbeiter. Dieses Jahr lagen so viele gute Ideen auf dem Tisch, dass der Spendenbetrag aufgestockt wurde und sich so insgesamt drei Organisationen über eine Geldspende freuen dürfen: die Stiftung „Ein Platz für Kinder“, der Mukoviszidose-Förderverein Halle e.V. und das Integrative Kinderhaus „Maria Montessori" Ottersweier.

Schöck engagiert sich für ein soziales Miteinander innerhalb des Unternehmens und auf gesellschaftlicher Ebene. „Wir möchten gerne unseren unternehmerischen Beitrag dazu leisten, Aufgaben zu finanzieren, die ansonsten nicht finanziert würden“, erklärte Geschäftsführer Dr. Harald Braasch die Motivation des Unternehmens, jährlich mit Spenden verschiedene Organisationen zu unterstützen. „Wir haben es uns zur Tradition gemacht, die Weihnachtsspenden mit regionalem Bezug zu unseren Standorten zu vergeben“, erläuterte Geschäftsführer Thomas Stürzl die Nähe zu Halle (Saale) und Baden-Baden.

Stiftung „Ein Platz für Kinder“

Am 22. November 2017 nahm Johanna Ruoff im Namen der Stiftung „Ein Platz für Kinder“ (www.epfk.org) am Schöck Produktionsstandort Halle (Saa-le) in Landsberg eine Spende in Höhe von 3.000 Euro entgegen. Die Stiftung etabliert therapeutische Einrichtungen für Kinder, die sexuellen Missbrauch, Gewalt und massive Vernachlässigung erlebt haben. In den Kinderschutz-häusern unter dem Namen „Mattisburg“ werden Kinder untergebracht, die aufgrund der erlebten Traumata in Pflegeheimen und Pflegefamilien keinen Fuß fassen konnten. Frau Ruoff hat die Stiftung gegründet: „Unsere Häuser werden zu 100 Prozent aus Spendengeldern finanziert. Der Bedarf an solch einer Anlaufstelle, wie wir sie bieten, ist riesig groß, das wissen wir von den Jugendämtern. Wir haben uns sehr über die Nachricht gefreut, dass wir die finanzielle Unterstützung von Schöck bekommen.“ Das Spendengeld wird in die Inneneinrichtung eines neuen Kinderschutzhauses in Halle fließen, das Ende 2018 eröffnet werden soll. Die anderen beiden Mattisburgen, welche die Stiftung betreibt, liegen in Hamburg und Hannover.

Mukoviszidose-Förderverein Halle e.V.

Der Vorschlag für eine Spende an den Mukoviszidose-Förderverein Halle e. V. (www.muko-halle.de) wurde von einem Mitarbeiter des dortigen Pro-duktionsstandorts eingereicht. Der gemeinnützige Verein macht es sich zur Aufgabe, mukoviszidosekranken Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie ihren Angehörigen bei der Bewältigung ihrer krankheitsbedingten, fa-miliären und sozialen Probleme zu unterstützen. Der Verein fördert den Erhalt und Ausbau der beiden zertifizierten Fachambulanzen, die CF Kin-derambulanz sowie die Ambulanz für Erwachsene CF Patienten, in der Uni-versitätsklinik Halle. Die Spende in Höhe von 5.000 Euro wurde am 22. No-vember 2017 in der Universitätsklinik im Beisein von Innenminister des Lan-des Sachsen-Anhalt Holger Stahlknecht übergeben, der als Schirmherr für den Förderverein fungiert. Heike Grasse, Vorsitzendende des Mukoviszido-se-Fördervereins, bedankte sich herzlich für die Spende: „Mukoviszidose ist bisher nicht heilbar. Die Behandlung der Krankheit ist mit einem hohen me-dizinischen Aufwand verbunden – jede Spende an den Förderverein unter-stützt unsere Arbeit und ist eine wertvolle Hilfe.“

Integratives Kinderhaus „Maria Montessori"

Das integrative Kinderhaus „Maria Montessori“ in Ottersweier (www.montessori-ottersweier.de) liegt nur wenige Kilometer vom Hauptstandort der Schöck Bauteile GmbH entfernt. Träger des Hauses ist der gemeinnützige Montessori-Kinderhaus-Verein Rheinau e.V.

Michaela Jutz, Leiterin des Kinderhauses, berichtete bei der Spendenübergabe: „Mein Neffe erzählte mir eines Tages, dass es bei seinem Arbeitgeber die Aktion „Spende statt Weihnachtskarte“ gibt und dass die Mitarbeiter aufgerufen worden sind, Vorschläge für Empfänger zu machen. Er hat uns ins Spiel gebracht. Ich war überglücklich, als wir tatsächlich ausgewählt wurden.“

Das Kinderhaus „Maria Montessori" besteht seit 1994 und finanziert sich als Verein aus Spenden und den monatlichen Betreuungsgebühren. Ziel war und ist es, eine familienergänzende alternative Betreuungsform anzubieten. In zwei Gruppen werden ca. 40 Kinder vom Säuglingsalter bis zur Einschulung bis zu täglich elf Stunden betreut und erzogen. Das Kinderhaus ist ganzjährig geöffnet, außer an Weihnachten und Pfingste